Wassermassen für kommende Waldbrände

Um für die immer noch nicht beendete Waldbrandsaison besser gewappnet zu sein, wurde durch das Land Brandenburg ein sogenanntes Hytrans Fire System (HFS) bis Ende Oktober angemietet. Das gleiche System der Berufsfeuerwehr Braunschweig kam bereits beim diesjährigen Waldbrand in der Lieberoser Heide zum Einsatz und hat sich dort bewährt.

Das HFS dient dazu, Löschwassermengen von bis zu 3.500 l/min mittels F-Schläuchen über eine Entfernung von bis zu 2000 m zur Verfügung zu stellen. Im sogenannten Lenzbetrieb über sehr kurze Distanzen sind sogar Fördermengen von bis zu 6.000 l/min möglich. Damit können dann zum Beispiel die bereits vorhandenen Fireflex-Tanks der LSTE (mobile Faltbehälter) mit einem Fassungsvermögen von 37.000 Ltr. gespeist werden und als Zwischenspeicher dienen. Es besteht aus einem Abrollcontainer mit F-Schläuchen und einer hydraulisch angetriebenen Pumpeneinheit. Die Schlauchleitung kann selbstständig während der Fahrt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h verlegt werden. Damit ist es möglich innerhalb kürzester Zeit eine stabile Löschwasserförderung zur Verfügung zu stellen. Nach dem Einsatz werden die Schläuche mit Hilfe einer hydraulischen Vorrichtung wieder aufgenommen in dem Container verlastet.

Im Einsatzfall wird das System durch Mitarbeiter der LSTE und Kameraden der Feuerwehr Eisenhüttenstadt zum Einsatzort verbracht und bedient. Dazu wurden bereits einige Mitarbeiter der LSTE durch den Hersteller unterwiesen. In der vorherigen Woche fand dann der dreitägige Lehrgang für die Kameraden der Feuerwehr Eisenhüttenstadt, durchgeführt durch Ausbilder der LSTE, statt. Die nächsten Wochen stellen auch eine Erprobungsphase dar, ob ein derartiges System sowohl den Anforderungen bei großen Wald- und Industriebränden, als auch bei Hochwassereinsätzen im Land Brandenburg gerecht wird.

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Letzte Aktualisierung: 27.08.2019
Verantwortlich: Heinz Rudolph