Waldbrandsymposium 2019

Waldbrandsymposium 2019 der LSTE: Aus Erfahrungen lernen und die Zukunft gestalten

Nach den großen Waldbränden der letzten Sommer auf kampfmittelbelasteten Flächen und in nächster Nähe zu Siedlungsflächen auf märkischem Flur galt es, Erkenntnisse und bereits begonnene Umsetzungsprozesse zur effizienteren Waldbrandvorbeugung und -bekämpfung im Dialog unter den Akteuren der Gefahrenabwehr auszutauschen und Verbesserungsanreize im Verantwortungsbereich der jeweiligen Aufgabenträger sowie bei deren Zusammenarbeit aussprechen zu können. Hierzu trafen leitende und ausführende Vertreter von polizeilichen, nichtpolizeilichen, forstlichen sowie zivil-militärischen Behörden aller Verwaltungsebenen am 19. November 2019 im Klubhaus Ludwigsfelde zusammen.

Vortragsreihen zu den Themenfeldern der geplanten und veranlassten Modifikationsprozesse sowie den gewonnenen Erfahrungen bei der Waldbrandbekämpfung im Land Brandenburg und auch im Land Mecklenburg-Vorpommern bildeten die Basis zur Diskussion und für ein erweitertes Verständnis im Publikum.

So wertete der Landesbranddirektor Heinz Rudolph zu Beginn die dramatischsten Großwaldbrände der Saison 2019 aus fachlicher Sicht zusammenfassend aus. Der Stabstellenleiter in der Abteilung 3 des Ministerium des Innern und für Kommunales (MIK), Herr Branddirektor Michael Koch, schilderte der Zuhörerschaft geplante und bereits in der Umsetzung befindliche Maßnahmen zur Waldbrandbekämpfung. Hierzu zählen unter anderem spezielle Ausrüstungs- und Fahrzeugbeschaffungen sowie die Etablierung einer mobilen Führungsunterstützung. Doch auch der so wichtige, präventive Waldbrandschutz stand durch den Vortrag von Herrn Dr. Carsten Leßner (Leiter des Referates 35 „Wald- Forstwirtschaft, Oberste Jagdbehörde“ im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft) im Fokus der Betrachtung.

Im Sinne von lessons learned veranschaulichten Tino Gausche (Kreisbrandmeister des Landkreises Teltow-Fläming, Land Brandenburg) sowie Uwe Pulss (Kreiswehrführer des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Land Mecklenburg-Vorpommern) ihre Blickwinkel und Wahrnehmungen als leitende Funktionen bei Waldbrandlagen auf den kampfmittelbelasteten, ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog-West (Teltow-Fläming) bzw. Lübtheen (Ludwigslust-Parchim). Abgerundet wurde die kurzweilige Vortragsreihe durch den Leiter des Kreisverbindungskommandos Nordwestmecklenburg, Herrn OTL d. R. Rico Gindler, zur zivil-militärischen Zusammenarbeit bei der Waldbrandbekämpfung in Lübtheen.

Der anregende Gedanken- und Wissenstransfer im Zuge der Vortragsreihen sowie im Pausengespräch fand im Auditorium Zuspruch und trägt somit maßgeblich zum Verständnis- und Impulsgewinn bei der konzeptionellen Verwirklichung der geplanten Maßnahmen bei. Denn nur wenn die Akzeptanz und der sinnhafte Zuspruch bei allen Partnern der Gefahrenabwehr erzeugt sind, lassen sich Veränderungen von der politisch-strategischen bis zur technisch-taktischen Ebene effektiv vorantreiben.

Neues Fenster: Bild vergrößernBD Koch, MIK © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernKBM Pelzer, OSL © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernKBM Schneider, HVL © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernDr. Leßner, MLUL © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernKBM Gausche, TF © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernKWF Pulss LUP © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernLBD Rudolph © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernLR Kurth, BAR © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernLR'in Wehlan, TF © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernOTL d.R. Gindler, KVK NWM © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernPublikum © LSTE KalkaNeues Fenster: Bild vergrößernStellv. LR Stein, PM © LSTE Kalka

Letzte Aktualisierung: 25.11.2019
Verantwortlich: Norman Barth